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PUBLICATIONS

2021 — PAPER POSITIONS BERLIN

Der Katalog erscheint anlässlich der Messe

paper positions berlin
19. – 22. August 2021

Deutsche Telekom Hauptstadtrepraesentanz
Franzoesische Strasse 33 a – c I 10117 Berlin

 

GALERIE HOLTHOFF 

Fischers Allee 70 / 22763 Hamburg

www.galerie-holthoff.de   mail@galerie-holthoff.de

Text: Rik Reinking
Abbildungen: Magda Krawcewicz
Gestaltung: Büro für Belange und Angelegenheiten, Hamburg
Druck: RESET ST. PAULI Druckerei GmbH, Hamburg
Auflage: 100 Hamburg/Berlin August 2021

 

2019 — UNDER THE SKIN THE MOON IS ALIVE 

In ihrer Ausstellung Under the Skin The Moon Is Alive präsentiert die in Hamburg lebende Künstlerin Magda Krawcewicz (*1978 in Polen) ihre zunehmend figuralen Skulpturen aus Porzellan und Arbeiten auf Papier. In Magda Krawcewiczs Werk greifen die Disziplinen Malerei, Papier und Zeichnung ineinander. Sie beschäftigt sich darin mit der Auflösung und Fragmentierung von Körper, Gestalt und Raum.
Im Großen wie im Kleinen besteht das Sein aus Dualitäten. In Krawcewicz‘ Arbeit geht darum, hinter die Oberflächen zu schauen. Wer bin ich und wer will ich sein? Die Frage nach der Identität lässt sich in den Werken also auf unterschiedliche Weise finden und knüpft somit hervorragend an das Jahresthema 2019 der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn Körper/Identitäten an.

 Die Galerie präsentiert bis zu fünf Ausstellungen im Jahr, vor allem Einzelausstellungen junger, zeitgenössischer künstlerischer Positionen aus dem norddeutschen Raum sowie einmal im Jahr die Abschlussausstellung der Stipendiaten des Kunststipendiums.
Zu den Ausstellungen erscheinen Publikationen bei GUDBERG NERGER PUBLISHING.

2017 — I draw a line to Your heart Today

Magda_Krawcewicz
ARTIST BOOK

Seiten 60
Auflage 500
Für die Bindung wurde eine Schweizer Broschur gewählt,
das Papier ist Munken Lynx.


Zu erwerben bei Sautter & Lackmann Kunstbuchhandlung
oder unter mail@seemagda.com – 15 Euro


Anlässlich zum Release Ausstellnug erschien eine limitierte nummerierte und signierte Aquarell Edition 20×14,8 cm in einer Auflage von 50 Stück.

VERGRIFFEN 

EMOVEO — 2016

emoveo – magnificent obsessions 12|02|16 – 31|03|16

Die erste Ausstellung des Jahres in der zone contemporaine präsentiert neue Werke der in Hamburg lebenden Künstlerin Magda Krawcewicz. Mit einer Auswahl von Ölmalereien, Aquarellen sowie Keramiken gibt die Ausstellung emoveo – magnificent obsessions einen umfassenden Einblick in das vielfältige Schaffen der Künstlerin.

Vor einem hellen Hintergrund erscheinen im Werk „Between the shadow and the soul“ wie aus dem Nichts drei Figuren. Während die mittlere, stehende Figur lediglich mittels filigraner Linien gemalt ist, füllen, dezent und kraftvoll zugleich, Farben die beiden anderen Gestalten aus und lassen so Linie und Körper verschmelzen. Dies lässt sie zugleich präsenter wie auch flüchtiger und schattenhafter erscheinen. Diese Schattenhaftigkeit wird unterhalb der Figuren durch kräftige Linien jedoch sogleich beendet, welche in ihrem horizontalen Verlauf ein optisches Gegengewicht zu der stehenden Figur in der Mitte geben.

Im Unterschied zu den Anfang 2014 im Dialog mit Wulf Kirschner gezeigten Ölmalereien von Krawcewicz in der zone contemporaine scheinen nicht nur die Linien dominanter in diesem Werk, es wirkt zugleich lichter und dezenter in seinen Farben, ohne jedoch an Intensität und Ausdruckskraft einzubüssen. Wie der einem Sonnet von Pablo Neruda entstammende Titel des Gemäldes die unterschiedlichsten Assoziationen hervorzurufen im Stande ist, so vermögen dies ebenso die Figuren im Bild. Auch sie scheinen sich in einem Dazwischen zu befinden, zwischen Abstraktion und Figuration, zwischen Präsenz und Flüchtigkeit, zwischen dem Offenkundigen und Geheimen, vielleicht auch Dunklen zwischen Menschen.

Der Verschiedenheit in Materialien und Techniken zum Trotz, sind damit Gemeinsamkeiten unterschiedlicher Arbeiten von Magda Krawcewicz benannt. Ihnen ist ihr Oszillieren zwischen dem Abbilden und Auflösen von Körpern, zwischen dem offensichtlich Wahrnehmbaren und dem nur Angedeuteten, Geheimnisvollen oder, dem titelgebenden emoveo folgend, zwischen dem Entfernen und Herausheben von Figuren und damit Emotionen und Stimmungen gemein.

VERGRIFFEN

zone contemporaine 

www.zonecontemporaine.ch

2014 — DARK light II

What then is Time? Zeit als Proprium des Seienden

 Gedanken von Rik Reinking zu den Arbeiten von 

Magda Krawcewicz & Wulf Kirschner

 

Eine Schweißnaht zieht sich durch den Galerieraum – als unendlich gedachte Linie – sich über Flächen und Formen ziehend, bleibt sie doch bei all ihrer Materialität – ihrer massiven Präsenz – immer flüchtig.

…ein blosser Zeitstrahl… Aber was ist Zeit eigentlich ?

Einen Moment nach dem anderen wird aus dem noch-nicht-Sein der Zukunft für einen winzigen Augenblick ohne Dauer Gegenwart, um dann unmittelbar im nicht-mehr-Sein der Vergangenheit wieder zu versinken. Beständig geht die Zukunft also durch die unausgedehnte Gegenwart in die Vergangenheit über. Was ist, ist somit immer nur die Gegenwart. Aber diese gibt es im Grunde gar nicht. Sie hat ja kein eigenes Sein, ist sie doch unendlich kurz, ein nicht teilbarer Augenblick, ein Punkt ohne Ausdehnung zwischen Zukunft und Vergangenheit. Gegenwart ergibt sich erst mit dem Wandel der Dinge, daß nämlich die Formen wechseln und sich ändern. Veränderung des Seienden bedeutet, daß es aufhört zu sein, was es zuvor war, um sogleich das zu werden, was es soeben noch nicht war. Augustinus sieht den Wandel im Seienden als ein beständiges Absterben. (1)

In ‚De civitate Dei‘ verdeutlicht Augustinus die conditio des veränderlichen Seienden am Beispiel des Menschen: Seitdem ein Mensch in seinem sterblichen Körper zu sein und leben beginnt, arbeitet mutabilitas-bedingt in ihm beständig Etwas auf den Tod hin. Die verbleibende Lebensspanne wird mit jedem Augenblick gelebter Zeit kleiner, so daß dieses Leben nichts anderes ist als ein Lauf zum Tod hin. Zugleich zeigt sich im nicht-mehr-sein des Vergangenen, im flüchtigen Sein des Gegenwärtigen und im noch-nicht-sein des Zukünftigen eine Spur des Nichts. Das Seiende steht somit ausgestreckt zwischen Sein und Nichts – mit all seinem Schmerz und seiner Freude. So wie die Protagonisten in den Bildern von Magda Krawcewicz.

(1) In Io Ev XXXVIII,10: video ibi quandam vitam in eo quod est et mortem in eo quod fuit.

 

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2014 — Intimate Miracles

„Nur was nicht aufhört, weh zu tun, bleibt im Gedächtnis“ 

(Nietzsche)

Sehen wir Angst als einen Moment der absoluten Wachsamkeit und Schmerz als etwas kontemplatives, ja fast schon meditatives: 

“… in den Schmerz hinein gehen“, so sprechen wir von zwei existenziellen Erfahrungen des Menschen. Den einen Moment dem Körper nach innen gerichtet, den anderen nach außen gerichtet, empfindet ein Jeder sich dabei ganz unmittelbar. 

Nicht weniger als um diesen absoluten Moment geht es auch bei den Arbeiten von Magda Krawcewicz. Die Protagonisten Ihrer Bilder wirken dabei häufig wie merkwürdig gefangen.Angst motiviert, sie lähmt aber auch.Sie ist ein Mittel der Kontrolle denn bis zu einem gewissen Grad fühlen wir Angst jeden Tag, weil die moderne Gesellschaft uns diktiert, wie wir zu sein haben. 

Als sensible Beobachterin unserer Zeit gelingt es der Künstlerin somit unserer Gesellschaft auf beeindruckende Weise einen Spiegel vorzuhalten.

Rik Reinking (Sammler, Kurator, Gründer vom WAI – Woods Art Institute)

 

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